Burkina Faso (deutsche Aussprache: ) ist ein Staat in
Westafrika, der im Inneren des
Nigerbogens liegt und an
Mali,
Niger,
Benin,
Togo,
Ghana sowie die
Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire) grenzt. Die ehemalige
französische Kolonie Obervolta erlangte am 5. August 1960 unter diesem Namen, der am 4. August 1984 unter Präsident
Thomas Sankara durch die heutige Bezeichnung
Burkina Faso („Land der ehrenwerten Menschen“ oder „Land der Aufrechten“) ersetzt wurde, ihre Unabhängigkeit. Der vorwiegend flache
Binnenstaat mit Anteilen an den Großlandschaften
Sudan und
Sahel ist durch
tropisches Klima und verschiedenartige
Savannenlandschaften geprägt. Administrative und kulturelle Hauptstadt des 13.730.258 Einwohner (Zensus 2006) zählenden Landes ist die zentral gelegene Millionenstadt
Ouagadougou. Etwa die Hälfte der Burkiner (
Burkinabe) zählt zur politisch dominierenden Ethnie der
Mossi, die bis zur Kolonisierung durch Frankreich Ende des 19. Jahrhunderts in mehreren streng hierarchisch organisierten Reichen lebten. In Burkina Faso werden etwa 60 einheimische Sprachen gesprochen, der
Islam ist neben den traditionellen Glaubensvorstellungen die meistpraktizierte Religion. Nach einer Phase politischer Instabilität mit zahlreichen Putschen kam es 1983 zur Revolution des
panafrikanistisch-sozialistisch orientierten
Thomas Sankara.
Burkina Faso gehört zu den
ärmsten Ländern der Welt, zeichnet sich heute aber durch eine gewisse Stabilität und die kulturelle Vielfalt der friedlich zusammenlebenden Ethnien aus. Regelmäßig wiederkehrende Dürreperioden sorgen oft für große Not der hauptsächlich als Bauern lebenden Bevölkerung. Präsident ist seit 1987
Blaise Compaoré, der das Land seit dem Putsch gegen Sankara semiautoritär regiert und stabile Verhältnisse zugunsten ausländischer Investitionen geschaffen hat. Burkina Faso richtet unter anderem das alle zwei Jahre stattfindende panafrikanische Filmfestival
FESPACO aus.
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