Der
nordamerikanische Kontinent ist unter
klimatischen Gesichtspunkten ein
Kontinent der Extreme. Durch seine große Nord-Süd-Ausdehnung und die topographische Situation treten insbesondere auf dem Gebiet der
Vereinigten Staaten von Amerika ganzjährig klimatische Extremlagen auf, welche die Lebens- und Wirtschaftssituation von großen Teilen der Bevölkerung prägen.
Die topographische Gliederung Nordamerikas mit den
Rocky Mountains entlang der Westküste und den
Appalachen an der Ostküste, die den Kontinent südwärts trichterförmig begrenzen, sowie der angrenzende
Pazifische Ozean im Westen, der
Atlantische Ozean im Osten und das
Karibische Meer bzw. der
Golf von Mexiko im Süden bedingen das großräumige und häufige Auftreten von extremen Wetterereignissen. Die räumliche Verteilung dieser Wetterereignisse ist teilweise regional begrenzt (zum Beispiel Hurrikane, Tornados), teilweise sehr ausgedehnt (zum Beispiel Kälte- und Hitzeereignisse). Klimaextreme werden im englischen Sprachraum auch
climatic hazards genannt. Das Auftreten dieser climatic hazards konzentriert sich dabei in erster Linie auf das kontinentale Staatsgebiet der Vereinigten Staaten von Amerika und betrifft nur in Ausnahmefällen auch den Süden
Kanadas und im Falle der Hurrikans den gesamten
Karibischen Raum und
Zentralamerika. Alle Extremereignisse sind dabei saisonal begrenzt, variieren jedoch stark im Hinblick auf ihr Verbreitungsgebiet bzw. die Größe der betroffenen Region.
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