Die schweren
Luftangriffe auf Koblenz von 1944 und 1945 durch die
USAAF und die
Royal Air Force zerstörten die Stadt
Koblenz zu 87 %. Das historische Stadtbild der damaligen Hauptstadt der
Rheinprovinz ist damit für immer verloren gegangen. Der
Luftkrieg auf Koblenz hatte 1016 Tote und 2925 Verwundete gefordert. Zwei Millionen Kubikmeter Schutt und Trümmer prägten das Stadtbild. Vom
Rhein hatte man ungehinderten Durchblick bis nach
Moselweiß. Von den einst 23700 Wohnungen waren nur 1500 unbeschädigt geblieben.
Von den 94417 Einwohnern (1943) lebten zum Kriegsende noch rund 9000 im gesamten Stadtgebiet. Diese Personen, die sich aus kriegswichtigen Gründen in der Stadt aufhalten mussten, lebten wochenlang in den großen Betonbunkern der Innenstadt. Der Rest der Koblenzer Bevölkerung wurde schon bis Ende 1944 nach
Thüringen evakuiert. Am 6. November 1944 näherte sich um 19:28 Uhr ein Kampfverband von
Lancaster-Bombern der britischen Royal Air Force und legte das Zentrum von Koblenz in Schutt und Asche. Das Stadtzentrum, von 153392
Stabbrandbomben, 456 Flammstrahlbomben und 130
Luftminen getroffen, brannte nieder. Der
Feuersturm machte alle Löschversuche aussichtslos. Die Stadt als geordnetes Gemeinwesen existierte von nun an nicht mehr. Die Luftangriffe auf Koblenz endeten Anfang 1945, als sich amerikanische Truppen von der
Eifel her der Stadt näherten.
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