Der
Seekrieg während der Operation Overlord umfasste die Kampfhandlungen zwischen
deutschen und
alliierten Seeverbänden im Zeitraum von Anfang Juni bis Mitte August
1944 im Bereich des
Ärmelkanals.
Unter dem Codenamen
Operation Overlord planten die West-Alliierten seit 1944 ein militärisches Unternehmen zur Gewinnung einer festen Basis in Frankreich und zur Errichtung einer weiteren Front gegen das nationalsozialistische Deutschland. Unteroperationen im Rahmen dieses Projekts erhielten eigene Codenamen: Die
Operation Neptune z. B. bezeichnete die eigentliche Invasion, also die Anfahrt, die Landung und die Sicherung eines Brückenkopfes an den Stränden der
Normandie. Für diese Operation stellten die Alliierten eine große Flotte von
Kriegsschiffen auf, die kurz vor und während der Landung die deutschen Verbände an den Stränden zermürben und deren Stellungen zerstören sollte. Außerdem sollte sie die eigentliche Invasionsflotte und später die Nachschubtransporte schützen.
Beide Seiten setzten während der Seegefechte nicht nur konventionelle, sondern auch spezielle Methoden ein, wie Kleinst-U-Boote, bemannte
Torpedos oder
Raketen. Die großen Verluste beider Seiten waren teilweise auf natürliche Widrigkeiten wie Stürme zurückzuführen.
Den Alliierten gelang es, wichtige Versorgungsstellungen wie zum Beispiel eine
Pipeline unter dem Kanal oder künstliche Häfen – die so genannten
Mulberrys – zu errichten und den für die Versorgung wichtigen Hafen von
Cherbourg zu erobern. Durch das Zusammenspiel von
Marine-,
Luft- und
Landstreitkräften gelang es den Alliierten, eine feste Basis in
Frankreich zu etablieren und zu stabilisieren und dadurch schließlich ihr Kriegsziel einer Eroberung Deutschlands zu erreichen.
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