File:BMAA Vienna Sept 2006 003.jpg|miniatur|Österreichisches Außenministerium am Wiener Minoritenplatz
Österreich sieht sich historisch, auch im Zusammenhang mit seiner „
immerwährenden Neutralität“ gerne an der Schnittstelle zweier einander bedrohlich gegenüberstehenden Militärallianzen - dem Westen und dem Osten Europas. Die Außenpolitik bestand demnach oft darin, zur Stabilität der Region und zur kooperativen Neugestaltung der Ost-West-Beziehungen beizutragen. Nach den Umwälzungen in Mittel- und Osteuropa und seit Österreichs
EU-Beitritt 1995 nutzt die Regierung in
Wien die geänderten Rahmenbedingungen vor allem dazu, Stabilität in die neuen, östlichen EU-Länder und insbesondere in die Balkanregion hineinzutragen. Darüber hinaus versteht sich Österreich als Brücke nach Mittel- und Osteuropa.
Die Außenpolitik Österreichs setzt Schwerpunkte in einer aktiven und gestaltenden Auslands-
Kulturpolitik. Es wird versucht, den Standort Österreichs in
Europa und der Welt mit kulturellen Mitteln verständlich und wahrnehmbar zu machen.
Die Ressortzuständigkeit für die
Außenpolitik liegt in der österreichischen Regierung beim
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten.
Wien ist neben
New York und
Genf dritter Amtssitz des Sekretariats der
Vereinten Nationen und misst daher diesem außenpolitischen Element traditionell einen großen Stellenwert bei. Insgesamt dienten bisher über 50.000 Österreicher unter der UN-Flagge als Soldaten, Militärbeobachter, Zivilpolizisten und zivile Experten in aller Welt. Neben den UN-Stellen gibt es in Wien noch eine Reihe weiterer Internationaler Organisationen. Dazu gehören die
Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), der Sitz der 1960 in Bagdad gegründeten
OPEC (Organization of the Petroleum Exporting Countries) sowie eine Reihe von
Nichtregierungsorganisationen (NGOs).
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