Operation Market Garden war der Codename für eine Luft-Boden-Operation der
Alliierten im
Zweiten Weltkrieg. Sie fand zwischen dem
17. und dem
27. September 1944 in den
niederländischen Provinzen
Nordbrabant und
Gelderland (und in äußerst geringem Umfang am
Niederrhein (Deutschland)) statt und hatte das Ziel, den deutschen
Westwall zu umgehen und den britischen und amerikanischen Truppen einen raschen Vorstoß ins
Deutsche Reich zu ermöglichen.
Der Plan bestand aus zwei Teilen: Aus der Operation
Market, der bis dahin größten Luftlandeoperation des
Zweiten Weltkriegs, und aus der Operation
Garden, dem geplanten Vorrücken der Bodentruppen durch den damit neu geschaffenen Korridor. Nur die
Operation Varsity, die am 24. März 1945 im Raum
Wesel-
Rees im Rahmen der Rheinüberquerung durchgeführt wurde, übertraf die Anzahl der innerhalb eines Tages abgesetzten Luftlandetruppen.
Die Operation war, wie
Eisenhower später analysierte,
„zu 50 Prozent ein Erfolg“: Zwar verschoben die Alliierten die Frontlinie von
Belgien aus nördlich bis
Nimwegen, aber das Ziel, die deutschen Verteidigungslinien durch Überschreiten des
Niederrheins bei
Arnheim zu umgehen, wurde nicht erreicht. Der unerwartet starke deutsche Widerstand in Arnheim verhinderte die Einnahme der wichtigen Rheinbrücke. Die Alliierten mussten sich schließlich unter hohen Verlusten an Menschen und Material zurückziehen. Laut
Montgomery war die Operation sogar ein 90-prozentiger Erfolg, was den
Prinzen der Niederlande zu der Äußerung veranlasste, sein Land werde wohl keinen zweiten Erfolg Montgomerys überstehen.
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