Operation Bagration () war der Deckname einer großen Sommeroffensive der
Roten Armee vom 22. Juni bis zum 29. August 1944, die die Eroberung der
weißrussischen Hauptstadt
Minsk zum Ziel hatte. Abgesehen von der
Schlacht an der Somme 1916 verursachte keine andere Schlacht ähnlich hohe Verluste auf deutscher Seite. Sie führte zum
Zusammenbruch der Heeresgruppe Mitte und war die schwerste Niederlage der deutschen Militärgeschichte. Für den Untergang der nationalsozialistischen Herrschaft und die Nachkriegsordnung Deutschlands hatte die sowjetische Offensive eine große Bedeutung.
Im Verlauf der Operation Bagration wurden durch Truppen der Roten Armee elf Einzeloperationen durchgeführt, die in der sowjetischen Militärgeschichtsschreibung wie folgt benannt werden:
Witebsk-Orscha-Operation,
Mogilewer Operation,
Babrujsker Operation,
Polazker Operation,
Minsker Operation,
Vilniuser Operation,
Siauliaier Operation,
Bialystoker Operation,
Lublin-Brester Operation,
Kaunasser Operation,
Ossowezker Operation.
Während der Offensive wurden erstmals deutsche
Konzentrations- und Vernichtungslager in größerem Ausmaß befreit, wodurch der von den Deutschen verursachte
Holocaust der Weltöffentlichkeit bekannt gemacht wurde. In Folge der deutschen Niederlage begann die polnische Untergrundbewegung
Armia Krajowa einen Aufstand mit dem Ziel, Polen eigenständig von der
deutschen Besatzung zu befreien. Die dramatische Lage der deutschen Wehrmacht löste den
Putschversuch vom 20. Juli 1944 aus.
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